“So ein alberner Vogel, ein sogenannter Phönix, den es früher mal gab: alle paar Jahrhunderte baute er sich einen Scheiterhaufen und verbrannte sich selber. Muß ein naher Verwandter des Menschen gewesen sein. Aber jedesmal, wenn er sich verbrannte, entsprang er neugeboren wieder aus der Asche. Es hat den Anschein, als machten wir es ebenso, immer wieder, nur in einem sind wir dem Phönix voraus. Wir wissen, was wir da eben für einen Stumpfsinn angestellt haben. Wir wissen alles, was wir seit tausend Jahren an Stumpfsinn angestellt haben, und solange wir das wissen und es uns immer wieder zu Gemüte führen, besteht die Hoffnung, daß wir eines Tages doch einmal aufhören, diese verdammten Scheiterhaufen zu errichten und mitten hinein zu springen. Im Laufe der Zeit sind es immer wieder ein paar Leute mehr, die sich erinnern.”
Neben 1984 und Brave New World gehört Fahrenheit 451 zur Klasse der dytopischen Romane. Anders als bei den Klassikern von Orwell und Huxley wird der totalitäre Staat nicht von oben herab diktiert, sondern wurde vom Volk gewünscht. Man fühlt sich wohl in der Konformität der Gruppe, man lässt sich lieber berieseln anstatt selbst zu schaffen. In dieser Welt ist die Feuerwehr nicht zum Löschen von Feuern da, sondern zum Verbrennen von Büchern, da diese als Quell allen Übels angesehen werden.
Ich bin kein Literaturexperte, sondern lese nur gerne Bücher und bei diesem stimmt meiner bescheidenen Meinung nach alles: Aufbau, Sprache, Geschichte und die Aussage selbst.
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