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Auslandstudium: Erste Überlegungen – Teil 1

March 10th, 2005 · No Comments

Die Idee

Irgendwann zwischen Dezember und Januar, wahrscheinlich während ich über Silvester Sebastian in Budapest besucht habe, ist mir der Gedanke gekommen das ein Auslandstudium auch für mich durchaus in Frage kommt.

Der Zweck des Artikels

Artikel in dieser Kategorie sollen die Schritte zur Planung ein wenig dokumentieren. Einerseits für mich als Erinnerung, andererseits für Andere die ähnliches planen.

Der Sinn eines Auslandstudiums

Hier gibt es sicherlich mehrere Gründe. Ausschlaggebend für mich sind hauptsächlich die verbesserten Chancen auf dem Arbeitsmarkt und überhaupt mal für eine Weile im Ausland zu verbringen, um nicht nur immer Deutschland zu erleben.

Erste Versuche

Am Anfang stellt sich zunächst die Frage wohin ins Ausland es gehen soll. Beste Anlaufstelle, dachte ich zumindest naiv wie ich bin, ist das Akademische Auslandsamt (AAA) der Universität Siegen.
Nach kurzer Recherche stellte sich heraus, dass ein europäisches Austauschprogramm wie Sokrates / Erasmus für mich nicht in Frage kommt. Natürlich wäre das aus organisatorischen Gründen am einfachsten. Einfach ein Formular ausfüllen, dieses ans AAA abgeben und abwarten (grob vereinfacht ;-) ) Viele Formalitäten würden von den Universitäten auf beiden Seiten erledigt und auch lange Diskussionen mit dem Prüfungsamt über die Anerkennung von Leistungen würden sich erübrigen. Dummerweise konnte ich auf der, vom AAA zur Verfügung gestellten Liste, den Studiengang Informatik nicht finden. Man soll ja immer den Fehler zuerst bei sich suchen also dachte ich, ich sei blind. Nach mehrmaliger Überprüfung meiner Sehfähigkeit stellte sich aber heraus: Das ist nicht der Fall. Ergo: Als Informatiker mit dem Sokrates Programm ins Ausland zu kommen ist nicht möglich. Dies bestätigte auch an Anruf beim AAA. Dumm gelaufen. Unglaublich aber wahr…

Das AAA
Ein weiterer Anruf beim AAA ergab das mein Ansprechpartner dort Herr Eberhardt ist. Um weitere Möglichkeiten mit ihm zu besprechen wie und wohin ich ins Ausland kann, wollte ich einen Termin mit ihm machen. “Wir machen hier keine Termine – ich habe eine Sprechstunde!”, so die Antwort, ok – nichts für ungut.
Die nächsten drei Wochen versuchte ich jeden Freitag am Vormittag Herrn Eberhardt in seiner Sprechstunde zu erwischen. Dies schlug jedoch auf Grund regelmäßiger Abwesenheit von Herrn Eberhardt fehl. Diese Abwesenheit wurde ebenso regelmäßig lediglich auf der Bürotür veröffentlicht.
In der vierten Woche hatte ich endlich Erfolg. Nach einer kurzen Vorstellung meiner Person, fragte ich wie und wohin ich als Informatiker ein Auslandstudium absolvieren könne. Lapidare Antwort: “Nirgendwohin”. Nach nochmaliger Nachfrage und dezentem Hinweis auf die Tatsache, das ich von diversen Informatikern bzw. Wirtschaftsinformatikern gehört habe, die ein Auslandstudium bereits absolviert haben, eröffnete mir Herr Eberhardt wieder sehr kurz angebunden: “Baku”. Ein wenig verstört fragte ich welcher Staat denn zu dieser Stadt gehöre. Herr Eberhardt versagte mir jedoch eine Antwort, da ich seiner Meinung nach, als Informatiker mit der Benutzung des Internets vertraut sein müsse. Da hatte er selbstverständlich recht. Nach dieser kurzen Unterhaltung verabschiedete ich mich freundlich, bekam noch einen kostenlosen Stipendienführer und dachte bei mir das ich die Planung meines Auslandaufenthaltes wohl besser selbst in die Hand nehme.
Übrigens ergab die Recherche im Internet das Baku die Hauptstadt von Aserbaidschan ist. Ein Nachbarstaat des Iran. Danke liebes AAA.

Free Mover

Grundsätzlich kann jeder überall hin. Möchte man in eine bestimmte Stadt in einem bestimmten Land, kann man meist sogar Kurse belegen die eigentlich nicht zum gewählten Studiengang an der Heimuniversität passen. Großer Nachteil: Man muss alles alleine organisieren. Leistungen werden entweder garnicht anerkannt oder nur nach langem Verhandeln mit Prüfungsamt und evtl. Prüfungsausschuss.
Irgendwie war ich der Meinung: Da muss es ja wohl noch irgendeine andere Möglichkeit geben.

Finanzierung

Auslands-BaFög: Kann man nur beantragen wenn man Inlands-BaFög beantragt hat. Vorteile: Getragen werden die Reisekosten, die Studiengebühren (bis zu einer gewissen Grenze) und man bekommt zusätzlich ein monatliches Taschengeld. Nachteil: Ich werde kein Auslands-BaFög bekommen.

Bildungskredit: Gute Möglichkeit, allerdings begrenztes Kontingent. Weitere Informationen hier. Ein kleiner Nachteil ist, das man je nach anfallenden Studiengebühren zusätzlich privat vorsorgen muss oder aber im Ausland nebenher ein Job übernehmen muss.

To be continued

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Tags: Planung: Auslandsstudium

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