Vor einigen Tagen ist mein Notebook von der Reparatur wiedergekommen. Ich habe das als Anlass genommen alles neu zu installieren inkl. Betriebssystem. Ziel war wieder eine Windows XP und Linux Umgebung zu haben.
Zuvor hatte ich drei Partitionen. Eine mit NTFS formatiert und installiertem Windows XP, eine zweite formatiert mit ext3 und Kubuntu als Betriebsystem und die dritte ebenfalls mit ext3 formatiert als gemeinsame Datenpartition. Um auf diese Partition von Windows aus zuzugreifen, gibt es verschiedene ext3 Treiber: Ext2IFS oder Ext2FSD. Ich habe ersteren verwendet, welcher stets stabil lief allerdings auf einem anderen Notebook Komplikationen mit TrueCrypt verursachte.
Seit einiger Zeit gibt es eine Alternative zu obiger Installationsvariante: WUBI. Mit Hilfe von WUBI kann man Ubuntu installieren wie jedes x-beliebige Windows-Programm, konsequenter Weise kann man es auch genauso wieder deinstallieren. WUBI richtet dabei keine Partitionen ein, sondern erstellt zwei Dateien, root.disk und und swap.disk, welche beim Start von Ubuntu eingebunden werden. Diese virtuellen Partitionen sind mit ext3 formatiert. Eine weitere Besonderheit ist, dass nicht Grub als Boot-Loader verwendet wird, sondern der Windows Boot-Loader.

Nach dem ersten Start von Ubuntu wird das System vollständig automatisch eingerichtet. Die gesamte Hardware meines Thinkpad Z61m wurde ohne Schwierigkeiten erkannt. Sogar Dual-Screen ließ sich schnell und komfortabel über eine GUI einrichten, ohne die X11-Konfigurationsdatei anzupacken.
Der Festplattenzugriff ist bei dieser Installationsvariante langsamer als bei einer nativen Installation. Wirklich bemerkbar hat sich dieser Unterschied allerdings noch nicht gemacht.
Jeder der bisher eine Linux-Installation gescheut hat, Linux aber gerne einmal testen möchte, dem sei Ubuntu 9.04 mit WUBI wärmstens empfohlen!
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